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Befreiung & Ermäßigung: Wann muss ich keine Hundesteuer zahlen?

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Jonathan - Redakteur
Fachlich geprüft

Jonathan

Redakteur für Verwaltungsrecht & Hundehaftpflichtwesen beim Hundesteuer-Datenbank Deutschland.

Zuletzt aktualisiert

01. März 2026

Wer einen Hund hält, muss zahlen? Nicht immer! Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie sich von der Hundesteuer komplett befreien lassen oder eine lukrative Ermäßigung beantragen. Wir zeigen Ihnen, in welchen Fällen das Steueramt auf sein Geld verzichtet.

Wann wird die Hundesteuer erlassen? (Komplette Befreiung)

Eine 100%ige Steuerbefreiung wird meist gewährt, wenn der Hund eine lebensnotwendige Aufgabe erfüllt oder im öffentlichen Interesse gehalten wird. Zu den unumstrittenen Befreiungsgründen, die nahezu jede Gemeinde in Deutschland akzeptiert, gehören:

  • Blindenführhunde & Assistenzhunde:Hunde, die nachweislich zum Schutz und zur Hilfe von blinden, tauben oder anderweitig schwerbehinderten Menschen (GdB ab 50 mit Merkzeichen B, BL, aG oder H) eingesetzt werden.
  • Rettungshunde:Hunde, die eine anerkannte Prüfung für den Zivil- oder Katastrophenschutz abgelegt haben und für Rettungseinsätze (z.B. Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter, THW) zur Verfügung stehen.
  • Hunde im öffentlichen Dienst:Diensthunde von Polizei, Zoll oder Bundeswehr.

Wann gibt es eine Steuer-Ermäßigung (meist 50%)?

Wenn keine komplette Befreiung greift, können Sie in vielen Städten eine Ermäßigung (oft die Hälfte des regulären Satzes) beantragen. Häufige Gründe sind:

🐶 Wachhunde / Außerhalb

Wird der Hund zur Bewachung von Gebäuden gehalten, die mindestens 200 bis 300 Meter (je nach Gemeinde) vom nächsten bewohnten Ort entfernt liegen, winken satte Rabatte. Gleiches gilt oft für landwirtschaftliche Melkhunde.

💶 Soziale Härtefälle

Bezieher von Bürgergeld (ehemals Hartz IV), Sozialhilfe oder Grundsicherung im Alter erhalten in sehr vielen Gemeinden eine 50%ige Ermäßigung auf den ersten Hund. Schutz für Listenhunde ist hiervon jedoch meist ausgeschlossen!

Der Geheimtipp: Hunde aus dem Tierheim

Um die überfüllten lokalen Tierheime zu entlasten, schenken viele Städte Neu-Haltern die Steuer für das erste Jahr! Wenn Sie einen Hund aus einem ansässigen Tierschutzverein aufnehmen, erkundigen Sie sich zwingend beim Steueramt nach der Tierheim-Befreiung.

Wie beantrage ich die Befreiung?

Wichtig: Eine Befreiung passiert nie automatisch. Sie müssen Ihren Hund ganz normal beim Steueramt anmelden und gleichzeitig den Antrag auf Befreiung/Ermäßigung stellen. Legen Sie unbedingt direkt Kopien der Nachweise bei (Schwerbehindertenausweis, Bürgergeld-Bescheid, Tierheim-Vertrag, Rettungshund-Prüfungsurkunde). Nutzen Sie unsere Suchfunktion, um das Amt Ihrer Stadt zu finden.

🏥 Auch befreite Hunde haben Arztkosten

Selbst wenn Sie von der Hundesteuer befreit sind, können Tierarztkosten für OP's, Bissverletzungen oder chronische Krankheiten schnell in die Tausende gehen. Sichern Sie sich ab:

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Jonathan Berrar

Über den Autor

Jonathan Berrar

Redakteur für Verwaltungsrecht & Hundehaftpflichtwesen bei der Hundesteuer-Datenbank Deutschland. Spezialisiert auf kommunale Steuerverordnungen und Hundehaltungsrecht.

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